Samstag, 19. Oktober 2019

Bloodflow - Susanna Schober

BloodflowBloodflow by Susanna Schober
My rating: 5 of 5 stars

In einem Land in dem es nur darum geht wer das richtige Gen in sich trägt um die Macht des Königshauses zu stärken lebt ein unschuldiges Mädchen, dass sich im Gegensatz zu allen anderen nicht wünscht vom Prinzen ausgewählt zu werden und mit ihrem Freund glücklich zu leben.
Doch mit dem 17. Geburtstag kommt auch die Zeit des Bluttests, der über das Schicksal aller Bewohner entscheidet. Wer das Gen in sich trägt muss im Palast wohnen und alles ändert sich.
Sierra trägt das Gen und muss in den Palast ziehen und verliebt sich in den Prinzen, doch was wenn das Gen bzw das Schicksal es nicht gut mit einem meint bzw die Schwiegermutter sich als gefühlloses Schwiegermonster entpuppt und von ihren Söhnen Dinge verlangt, die sie kaum zu leisten vermögen.
Kann die Liebe durch das Wunder der Medizin gerettet werden?

Ich gebs zu am Anfang bin ich ein bisschen auf dem Schlauch gestanden, weil ich nicht gecheckt habe, warum das Gen so wichtig ist. Aber es ist ganz einfach so wie meistens in adeligen Kreisen früher, es wird einfach alles getan um die Macht und die Blutreinheit zu erhalten bzw zu stärken.

Ich habe mich ein bisschen in Sierra verliebt, weil sie einfach klasse mit allen Situationen in die sie gebracht wird umgeht obwohl sie erst 17 ist. Sie akzeptiert ihre Lage aber macht immer noch das beste draus, solange bis es nicht mehr anders geht. Von ihr wird soviel verlangt und doch ist ihre Liebe so stark, dass sie dafür alles in Kauf nimmt.
Doch dann flüchtet sie weil sie sich schämt für etwas zu dem sie gezwungen wurde. Ausserdem macht das Gen Dinge mit ihr und den ihr nahestehenden die niemand beeinflussen kann, nicht mal die Medizin.

Die Geschichte spielt zwar im Reich der Phantasie aber aufgrund der Gentechnik würde es mich nicht wundern, wenn auch wir in einigen Jahrzehnten unseren Partner danach ausgesucht bekommen, wie sehr wir uns ergänzen bzw optimieren.
Die Handlung ist von Beginn an amüsant und spannend geschrieben.
Ich hab mich mit ihnen mitgefreut, mitgelitten, geflucht wie man solche Sachen seinen eigenen Kindern aufzwingen kann und dann auch noch fröhlich dabei zusehen will wie jemand zerstört wird.
Es gibt Drohungen und Erpressungen, es gibt ganz wenig Sex und damit ist es auch für Jugendliche find ich super geeignet.
Es hat mich überrascht, wie sehr ich mir diese Geschichte vorstellen könnte, dass sie wirklich mal passieren kann bzw früher passiert sein könnte, als es noch Zwangverehelichung gab.

Vom Stil der Autorin bin ich begeistert, denn es liest sich sehr gut und versüßt einen grauen Nachmittag mit ein paar aufregenden Lesestunden

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